5. September, Herbstausfahrt:
Eigentlich war ja geplant über den Mondseeberg, durch Mondsee und dem See entlang zum Weissenbachtal zu fahren, aber es kam etwas anders. Doch der Reihe nach.
Pünktlich bis auf eine Minute kam CP zum Öttl, alle andern (Franky, Günter, Richard, Tom, Heimo, Harald, Sepp K., Sepp R.) waren schon da. Über Feldkirchen, Kirchberg, Lochen, Pöndorf bogen wir auf das Vöcklatal, der Vökla entlang. Diesmal den richtigen Abzweiger Richtung Mondseeberg gefunden ging es in kühlen Wald, allerdings mit ziemlichen Lichtfetzen im Gegenlicht. Nachdem der höchsten Punkt erklommen war, erfreute uns der wunderschöne Ausblick auf den Mondsee.
Unten in der Stadt angekommen, bogen wir auf den normalen Weg ein, zumindest dachten wir das. Ein schönes, rot-weißes Absperrband und zighunderte Leute zwangen uns dann umzukehren und einen anderen Weg zu nehmen. Damit war auch die Kaffepause hinfällig. Also dem Mondsee auf der rechten Seite entlang, durch das erzwungene Bummeltempo konnte man teilweise die Sicht auf den See länger genießen als sonst. An diesem Tag schien es, dass halb Österreich auf dem Fahrrad in dieser Gegend unterwegs war. Das einzig tröstliche war, das jetzt auch sportliche junge Damen das Rennrad entdeckt haben.
Rennräder: es kamen uns dann auf der B 151 gefühlt hunderte von Triathleten entgegen, damit war die Sperre der Stadt auch geklärt. Nachdem wir endlich ins Weissenbachtal abbiegen konnten, wurde es ruhiger und das Tempo etwas höher. Beim Halt am Parkplatz nach der Schikane musste sich der Vorfahrer anhören, dass man ja öfters überholen könnte. Bloß, weil an uns ein Harley-Fahrer vorbeigefahren ist. Sowas…
Tom verließ uns Richtung Schärding und wir den Parkplatz Richtung B 145. An Bad Ischl vorbei Richtung Strobl wurde es immer wärmer, Richtung Auffahrt zur Postalm der Verkehr wieder stärker, bzw. die Anzahl der Radler. Nach ein paar Überholmanövern an den schleichenden Autos vorbei wurde es nach oben hin leichter. Leider übersah der Voraufahrende die Abzweigung zum Postalmparkplatz und man musste im Angesicht von zig parkenden Autos auf engem Raum umdrehen.
Die Motorräder wurden schön brav in Reihe abgestellt und die paar Meter zum Lienbachhof erklommen. Das nette Mädl vom Service kannte sofort nur einen Namen – Günter und nutzte ihn weidlich, warum bloß? Das Essen war gut und das Bier alkoholfrei, also konnte man den Weg hinunter frei von Einflüssen in Angriff nehmen. Viele Kurven später kamen wir in Voglau an. An der Lammer entlang, die Klamm rechts liegend lassend, durchquwerten wir Scheffau. Und dann fing der Vorfahrende etwas flotter zu überholen an, und siehe da – die Hinterherfahrenden rissen etwas ab.
Und weil es der Kurven noch etwas zu wenige waren, würde auch noch nach St. Kolomann hinaufgefahren und quasi auf der anderen, schnelleren Seite wieder hinunter. Richard wusste eine Schleichstraße, um Hallein umgehen zu können. Leider wussten das einige Autofahrer auch und auch der gestreute Riesel auf den Spritzdeckenflecken war nicht so lustig. In Adnet angekommen gings hinunter aus die Wiestalstraße, dem Stausee entlang, bzw. was noch von ihm übrig blieb.
Nach Hof hatten wir einen fantastischen Ausblick auf den türkisen Fuschlsee. Die Strecke von Fuschl nach Thalgau war schön zu fahren, besonders die relativ langgezogenen Kurven hinunter. An der Tankstelle nach Eugendorf verlies uns Richard, die Restlichen freuten sich schon auf den Kaffee in Perwang. Beim Kirchenwirt machten wir es uns gemütlich, der Bauerkrapfen war gut, wenn auch von Resch und Frisch. Und da es noch zu früh zum Heimfahren war, wurde auch noch beim Starka halt gemacht. Hier stießen auch noch Franky Maier und Schurl dazu. Die Beiden kamen von einem Beschleunigungsrennen in Natternbach bzw. vom Bergslalom Schlössl.
Mit etwas WB und Elvira’s Pizza klang der Sonntag aus, unfallfreie und großteils schöne 280km lagen hinter uns.